Bordeux

Bordéaux

Bordeaux: Stadtbewohner übernehmen die Banken der Garnonne zurück. Vom Pont de Pierre aus leuchten die Fassade von Bordeaux. Weiße, glänzende Prachtbauwerke, aufgereiht wie eine Perlenkette, reihen sich an den sichelförmigen Verlauf der Garnonne. Seit 1821 führt die Steinbrücke über den Fluß. Sie ist für Martine Müller einer der Gesichtspunkte ihrer Stadt.

"Auf Bordeaux ist nichts mehr so, wie es einmal war", erzählt der Autor, dessen Debütroman "L'Obèle" unter dem Namen "Ich, Montignes letzte love " ins Englische übertragen wurde.

"Madame Misairal streichelt das brünette Haar von der Stirne, verbessert den Passform der Gläser mit einer kurzen, präzisen Handgriff. "Da war das berühmte Hafengelände, wo hinter rauschgeschwärzten Fronten Matrosenbars mit Bezeichnungen wie "Le Schmilblic" auf die Gäste gewartet haben. "Die Bordeaux ist wie eine schlafende Schöne, die aufwacht", sagt er.

"In der Tat war das typische Bordelesenleben von einer guten Gastfamilie bis vor wenigen Jahren von Montags bis Sonntags, von der Geburtsstätte bis zum Grab, wie ein Musikblatt geprägt. Der eigentliche Boardleser ging unter der ganzen Zeit kaum aus. Erst im Sommer gönnten sich auch die Bordelaiser ein Bier auf der Terasse eines Cafe.

Die Schülerinnen und Schüler haben sich im August am Place de la Victoire getroffen, die Eleganz und die Älteren in Novailles an den Allées de Turny. Erst von Zeit zu Zeit fanden die Bordelaiser ihre Kindheitseele wieder und stöberten durch die verschiedenen Märkte: Herbstenmarkt, Frühjahrsmarkt, Schinkenmarkt, Flohmarkt, Blumengeschäft. Währenddessen setzt sich im Hochsommer an den Stränden der Landgaronne wie im spanisch baskischen Land durch.

Apéro-Bars eröffnen, im Monat May locken hektische Feste um den Fluß. Der neue Brettleser-Spaßverein ist das unmittelbare Ergebnis einer Renovierung des Altstadtkerns, einer Rundumerneuerung von gewaltigen Dimensionen. Zuerst wurden nur die schwarzen Seitenwände gereinigt. Es folgten die langen Baumaßnahmen für 25 km Straßenbahn, die Bordeaux in ein langwieriges Verkehrs-Chaos mit täglich wechselnden Fahrbahnen tauchten.

Aber anders als in der Metropole Paris, wo die Linien der Straßenbahn immer die Ursache für ideologische Grabenkämpfe waren, haben sich die Leser des Boards den Stadtverantwortlichen mit Pragmatismus gestellt. Der Weg vom Hauptbahnhof über das Stadtzentrum zum großen Platz des Quinkons mit seinem imposanten Springbrunnen wurde zum Grundpfeiler der Anlage, die Autos sind umweltfreundlich und ungefährlich, was in Frankreich bedauerlicherweise keine Seltenheit ist.

Die älteren Bordelaiser suchen nach seinen bekannten Hinweisen. Die Piazza vor dem Schauspielhaus, die früher von Bordellesen auf der Suche nach einem Parkplatz umgeben war, wurde zur Promenade. Plötzlich gibt es in Bordeaux genug Raum. Natürlich ziehen die neuen Attraktionen wie der majestätische Place de la Bourse die Besucher an.

Auf der " Wasserebene " zieht die Dame und der Herr die Kameras im Freizeitlook: Zwei Millimeter Flüssigkeiten auf einer 130 Meter lange und 42 cm breiten granithaltigen Platte reflektieren die geschichtsträchtigen Fassade oder ließen den Feinnebel in die Höhe aufsteigen. Hier am Ufer der Garnonne wäre kein Bordell mehr als notwendig geblieben, selbst die Cafés und Weinstuben waren immer unschöner und einfacher als sonst.

Wenige Meter weiter setzen sich müden Wanderer auf Plastikstühle unter weißem, quadratischem Sonnenschirm. Das Café und die Gastronomie am Fluß befinden sich in den ehemaligen Lagerhallen des ehemaligen Museums. Der Schriftsteller Mairal sieht die Erneuerung der Kais als gelungen an: "Die Werke haben Bordeaux an die Banken der Garnonne zurueckgebracht.

Es war strengstens untersagt - und wenn meine Familienmitglieder es herausgefunden hätten.... Der Fluss, der Fluss, der Seehafen und die Matrosen, schaute die Großstadt in die andere Gassen. Bordeaux kann heute wieder im Takt des Wasserlebens sein. In Bordeaux wirkt es grösser, wo früher die Matrosenstangen waren, jetzt werden Sushi und Thai-Hühner angeboten.

Die Rasenfläche am Place de Quinconces zeigt, dass sie gerade erst angelegt wurde. Das schneeweiße Fahrgastschiff schwebt vor den Wanderern über die Garnonne. In den schmalen Straßen der Hafengebiete werden Szenevierteln entstehen", sagt Schriftsteller Mairal, "dann werden die Bordellesen mehr und mehr zum Fluß wenden. "Die Bordeaux müssen sich jetzt von neuem ausdenken.

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