Death wish

Todeswunsch

Veraltet: der Rachethriller "Death Wish". "Todeswunsch" - Bruce Willis, wie wir ihn lieben: hart wie die Nägel und nie das richtige Wort! Todessehnsucht ist eigentlich eine Neuauflage der bekannten Handlung der Selbstjustiz und der Frage, wann sie gerechtfertigt ist. Todessehnsucht aussprechen. Rund um den Film "Death Wish": Reviews, Trailer, Bilder, Kinoprogramm, Wallpaper und vieles mehr.

Todeswunsch - Movie 2018

Dr. Paul Kersey (Bruce Willis) ist in der Ambulanz eines Spitals in Chicago als Arzt tätig. Täglich hat er die Konsequenzen der Gewalttaten auf der Straße aus unmittelbarer Nähe gesehen, aber bisher hat er nichts dagegen getan, wie alle anderen auch. Während die Kriminalpolizei keine weiteren Schritte bei der Untersuchung des Raubüberfalls unternimmt, bei dem Lucie getötet und Jordan ernsthaft verwundet wurde, greift Paul das Recht in die eigenen Hände und schießt einen Kriminellen nach dem anderen bei seinen Nachteinsätzen.

Nur zweieinhalb Wochen nach dem Massaker in Parkland kommt in den USA "Death Wish" von "Hostel"-Mastermind Eli Roth in die Läden. Möglicherweise ist es aber auch ein besonders geeigneter Zeitpunkt für das Neuauflage des Klassikers "Ein Mann sieht faul " von 1974 - denn die republikanische und die NRA verlangen kein Automatikwaffenverbot als Ergebnis des Schulschusses, sondern ganz im Gegenteil ein zusätzliches Aufrüsten der Lehrer zur Verteidigung gegen Amokläufer.

Death Wish " paßt ja tatsächlich sehr gut in diese Debatte, denn der Bürgerwehrler handelt auch von einem Bürger, der das Gesetz angesichts überlasteter Autoritäten letztlich selbst in die Hände bekommt. Problematisch ist nur, dass die von Roth und seinem Stern Bruce Willis eher unfreundlich abgerissene Neuausgabe weder aufwacht....

Neuauflage des Thrillers "Ein Mann sieht rot" von 1974 mit Charles Bronson.

Krimi "Death Wish" mit Bruce Willis: Kino-Film verherrlicht amerikanisches Waffenwesen - Culture

In seinem Rache Thriller "Death Wish" muss sich Eli Roth ausstrecken, um seinen Hauptdarsteller zu rechtfertigen. In Michael Winners Original von 1974 (hierzulande bekannt als "Ein Mann seht rot") spielt Charles Bronson einen Architekt, dessen Famile bei einem Angriff umkam. Bruce Willis' Paul Kersey ist in Eli Roths Neuauflage ein respektierter Operateur, der zuerst einem Polizeibeamten den Todesfall seines Lebensgefährten in der Unfallstation erläutern und sich dann beeilen muss, den Täter zu retten.

Eine Verfilmung wie "Todessehnsucht" erscheint heute angesichts der Diskussion um polizeiliche Gewalt und schärfere Waffenkontrolle aussichtslos. Bereits in den 70er Jahren wurde der eklatante, rassistische Charakter des Originalfilms kritisiert, doch Winners' Kinofilm zeichnete vier Folgen, alle mit Brönson. Er hat seinen Kinofilm nach Chicago verlagert, der Hauptstadt mit der größten Mordquote in den USA.

Auf der Südseite zirkulierte eine Zeit lang der Begriff "Chi-Raq", weil auf den Strassen von Chicago mehr Menschen ums Leben kamen als bei US-Missionen im Irak. In " Death Wish " hat der Regisseur zwar einen kritisch und bitterkomischen Spielfilm über das Thema Bandengewalt gedreht, aber die Großstadt funktioniert nur als Mord. Das ist kein Zufall, Roth ist aus dem Gruselfilm.

Sieger Original war damals ein Übergang zwischen Mainstream-Kino und B-Movie, aber dieser Übergang arbeitet nicht mehr ohne Entfremdungseffekt. Als die von den Polizeiermittlungen frustrierte Frau einkaufen geht, lässt "Death Wish" einen kleinen Hauch von Satire erkennen. Doch der glatte Style, der in " John Wick " mit Keanu Reeves oder " The Equalizer " mit Denzel Washington jüngst zur Unterschrift des Genres Recht und Ordnung wurde, ist als ästhetisches Argument für Roths Interesse am Subjekt der Bürgerwehr zu bejahend, um etwas anderes als das Gesetz des Stärksten zu sein.

Die Chorsänger, die die Aktionen des "Sensenmannes" in Chicago säubern ( "das Spektrum der Meinungen ist breit"), dienen nur als Feige. Die rassistische These des "Todeswunsches" ist Roth bekannt: Willis' Gegner am obersten Ende der Hierarchie der Gewalt sind nicht Afro-Amerikaner und Lateinamerikaner, sondern Weiß. Kann man nicht über Roth oder seinen Stern sagen.

Der letzte gute Spielfilm von Bruce Willi ist eine Zeit zurück, seine Laufbahn dreht sich darum, wo der alte Charles Bronson gestanden hat, als B-Movie-Mogul Menahem Golan ihn 1982 für "Death Wish 2" wiederbelebt hat. Er hat kein Erbarmen damit. Auch für "Todessehnsucht" muss man keine Tränen weinen.

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