Elektro Skateboard Polizei

Skateboard Polizei

Die Polizei hält mich mit Elektro-Skateboard auf! Der Wagen muss mitversichert sein. Auf Verlangen klärt die Polizei: Die motorbetriebenen Tafeln sind auf Strassen und Gehwegen nicht erlaubt. Jeder, der noch mit den bis zu 35 km langen Speedstern den Gehweg überquert, wagt den Einstieg in den "Mo-Bos". Das Motor-Skateboard sorgt nach der Reportage in unserer Tageszeitung für Aufsehen.

Ist es überhaupt erlaubt, auf dem Gehweg zu rollen?

Der Polizei zufolge sind die schnellen Begleiter verboten. Die so genannten "Mo-Bos" (Motorized Boards) sind mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 35 km/h überhaupt nicht für den Strassenverkehr freigegeben. "Bei so schnellen Fahrzeugen benötigt man einen Führerschein", sagt Andreas Danel von der Polizei. Dieses Schlittschuhlaufen ist etwas Neues. Zahlreiche Hobbyfahrer schätzen die große Bandbreite und Schnelligkeit.

"Sie können nur auf Privatbesitz fahren", sagt Andreas Danel. Prinzipiell ist für alle Kraftfahrzeuge, die mit einer Fahrgeschwindigkeit von mehr als sechs Kilometern pro Stunde unterwegs sind, eine Betriebsgenehmigung erforderlich. Bei Rollstühlen mit Elektroantrieb zum Beispiel sind sie so flott, dass sie nicht gebraucht werden. Die Verwendung von Mo-Bos ist auch auf dem Gehweg untersagt und stellt einen Verstoß gegen die Verkehrsregeln dar.

Mit ausweichenden Schritten reagiert mancher Passant auf die vollkommen geräuschlos herannahenden Motorskateboards. Jeder, der jetzt glaubt, ein ganz anderes Transportmittel gefunden zu haben, wird enttaeuscht sein. Wenn die Mobofahrer gegen die Verkehrsregeln verstossen und auf der Strasse oder auf dem Gehweg unterwegs sind, wird die Polizei gegen sie vorgehen. "Das schnelle Auto war bisher in der City gänzlich fremd.

Nur durch unsere Meldung erfuhren die Behörden im Gemeindehaus von dem Mobos. Die Tafeln sind auch für die Polizei komplett erneuert und bisher nicht auffällig. Auch die Polizei verweist darauf, dass es untersagt ist, mit dem Mo-Bos in den Wäldern zu verkehren. Aber die Polizei will den großen Verein nicht gegen die wahnsinnigen Boardsportler ausspielen.

So lange die Gremien auf Privatbesitz fahren, besteht für die Verantwortlichen kein Handlungsbedarf.

Landgericht urteilt 20 Jahre alt aus Patensen ohne Versicherungsschutz für Elektro-Skateboard

Er konnte keine Haftpflicht-Versicherung für sein Transportmittel vorweisen. Er musste daher vor dem Jugendstrafgericht Springer wegen eines Verstoßes gegen das Gesetz über die Pflichtversicherung (PflVG) klagen. Richter Christian Lubrich hat ihn zu einem eintägigen Seminar im Bereich des Verkehrsunterrichts verurteilt. Sein Skateboard könne Geschwindigkeiten von bis zu 30 Kilometern pro Stunde erreichen - und falle damit nicht mehr unter eine Verordnung für Transportmittel von bis zu sechs Kilometern pro Stunde, die von der Privathaftpflichtversicherung gedeckt seien.

"Es war ein Missverständnis", berichtet der kleine Paten. Die Polizei wies ihn darauf hin, dass er nun nicht mehr als sechs Kilometer pro Stunde gefahren werden dürfe. Während des Prozesses zog das Landgericht die ursprüngliche Klage wegen vorsätzlicher Verstöße gegen das PflVG zurück und überführte den Jugendlichen nur wegen Nachlässigkeit.

Er musste sich mehrmals vor dem Jugendamt wegen verschiedener Verstöße verteidigen - auch ohne Fahrerlaubnis.

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