Rollschuhe für Frauen

Damen-Rollschuhe

Laufen beim Sport ist anstrengend, Rollschuhe werden benötigt. Bild: Zwei schlanke und sexy junge Frauen und Rollschuhe. Es wird nur von Frauen gespielt und ist besonders körperlich. Zuschauer feiern auf der Tribüne, während Frauen in kurzen Röcken und Netzstrumpfhosen auf Rollschuhen auf dem Spielfeld rasen. Männer, Frauen, Mädchen und Jungen bekommen garantiert, was sie wollen.

Music video of the week| Chet Faker mit "Gold" - Rollschuhlaufen auf der Autobahn bei Nacht| Music

Der Videoclip zum Lied "Gold" des Australiers Chet Faker ist alles andere als glanzvoll. In den ersten Augenblicken des Filmes ist es finster, die Stimmung ist unheimlich, es ist finster, die Fotokamera verfolgt einen doppelt gelb markierten Streifen auf einer grauen Strasse. Zwischen spiegelnden Strassenschildern erscheint dann eine Rollschuhläuferin. Auf einmal ist sie nicht mehr allein durch die Dunkelheit unterwegs, sondern wird von zwei Frauen umrahmt.

Ohne Bäuche und in heißen Hosen reiten die drei Frauen mit fliessenden Bewegungsabläufen zur Melodie und reflektieren den leisen Indie-Elektro-Song. Am Ende des Films hat sich Chet die Idee zu etwas Besonderem ausgedacht. Um so unübersichtlicher ist es, wenn das Bild nach nur 20 sec. wieder zu den schönen Rollschuhläufern zurückkehrt, als wäre nichts geschehen.

Die Videoclips vom neuen Werk "Built On Glass" finden Maurice Gajda toll - das hat er uns in unserem Music Movie of the Week erzählt. Maurice Gajdas präsentiert unseren Zuhörern jede Woche ein ganz spezielles musikalisches Videobotschaft. Text Chet Fälscher "Gold"

Rebellen auf Rollerskates beim Rollen-Derby

Meine Aufgabe ist es, andere zu schlagen", sagt Hooks. Mit schwarz-grünen Schonern über die Knien, mit Rollschuhen und schwarzem Helme. Meine Aufgabe ist es, andere zu schlagen", sagt Hooks. Mit schwarz-grünen Schonern über die Knien, mit Rollschuhen und schwarzem Helme.

"Hooks greift sich eine Bank und fliegt in die Ecken ihres Teams, das Bear City Derby aus Berlin. Der rot-weiße Schriftzug der Spieler weist einen tosenden Bären auf. Wir sind dabei, beim Rollen-Derby anzutreten, einem Spiel, das Hooks mag, von dem aber viele andere nicht einmal wissen.

An diesem Tag werden die finalen Vorarbeiten für das Bundesligaspiel gegen Hesse in einer Sporthalle in Potsdam stattfinden. Danach messen sich zwei weitere Teams: die Potsdam Preußischen Fettkatzen und ein bunter Mix. Haken ist heute in doppelter Hinsicht gefragt: zuerst als Spieler. Damen mit Rollerskates, aggressivem Bodykontakt, zwei Teams und ohne Ball: Roller Derby kann mit diesen Features kurz beschrieben werden.

Jede Mannschaft hat 15 Mädchen auf Schlittschuhen auf einer Eispiste. Es geht grob darum, dass eine der Frauen im Verein, die so genannte Jammerlappen mit einem Star auf dem Helm, die gegnerischen Akteure überholen muss. Das andere Frauenteam versucht, sie mit ihrem Körper zu verhindern.

Verschiedene Frauen in schwarzer Leggings und Hoodies stecken die Leinen für die Strecke, die Strecke, kurz vor dem Beginn mit rosa Klebestreifen auf den Flur. "Die Leine muss unten sein, damit man sehen kann, wenn man mit den Schlittschuhen aus der Spur kommt", erklärt einer der beiden. "Hooks, wissen Sie, wohin das Futter geht?

Haken weiss es nicht. "Bei der Rollen-Derby ist alles selbstorganisiert, das ist natürlich eine ganze Menge Aufwand", sagt Hooks. Das Sportlerinnenprojekt der Berlinischen Fraueninitiative RuT -Rat und Tat. "Soziale und politische Verpflichtung spielen in vielen Roller-Derby-Teams eine Rolle", sagt Hooks.

Manche Mannschaften nehmen an Vorführungen am Christopher Street Day oder am Homosexuellen Stolz teil, andere sind in der Stadt- und Lokalpolitik tätig. Die Bundesvereinigung Roller Derby Deutschland ist auf ihrer Website eindeutig gegen jede Form von Ausschließung und Benachteiligung aufgesetzt. "Viele würden sich als Feministin bezeichnen", sagt Hooks über die Derby-Szene.

Eher " The Guckevoll " als " Su?i " Hooks ist Susanne Eckler, aber in der Derby-Community hat jeder Spieler einen anderen Vornamen. "Die 29-Jährige ist Christie Heckevoll, die von " du kriegst di heucke voll " - kurz Hooks - abstammt. Die Konkurrenz ist, wie der Name schon sagt, nicht zu zart.

"Hooks sagt: "Mit anderen gut umgehen". Sie sind mit Helm, Knie- und Ellenbogenschutz ausgestattet. Die Trillerpfeife klingelt weiter, und die Spieler müssen ein paar Min. auf der Bank verbringen. Das Regelwerk stammt von der Women's Flat Track Derby Vereinigung in den USA. Rund 250 Mannschaften aus aller Welt sind in der Rangliste aufgeführt.

Aber auch der Golfsport hat seinen Anfang in Amerika. Nach Angaben des Vereins gab es bereits in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts das so genannte Roller Derby, damals in Rennsport. In den 1930er und 1940er Jahren entstand mit Unterstützung des Gründers Leo Selters ein Wettbewerb für Mannschaften, die Selters für das TV vermarktet hat.

Die Wiederbelebung des heutigen Roller-Derbys geht auf die Neunzigerjahre in Austin, Texas, zurück. Auf einer ebenen Piste haben die Spieler der Texas Rollergirls das Match organisiert. Dies ermöglichte den Einsatz in nahezu allen Messehallen und war nicht mehr an eine steile Piste gebunden. Mit uns ist dieser Rollschuhlaufsport mehr eine Nische.

Vor allem in den großen Städten wie Berlin, Frankfurt, Stuttgart und München spielt eine große Mannschaft in der Liga. Ilse Hartmann-Tews, die in der Sozial- und Geschlechterforschung an der Sportuniversität Köln arbeitet, sagt, dass Roller Derby vergleichsweise wenig bekannt ist, weil wenig darüber berichte. "Deshalb will Hooks keine Leute in ihrem Aufgebot.

Frauenteams gab es in der Regel "so daneben". Das Roller Derby dagegen konzentriert sich auf Frauen - in den Köpfen vieler Zuschauer sind sie die Hauptfigur. Haken hat vor fünf Jahren das Derby-Fieber bekommen. "Bald wurde uns bewusst, dass wir ein neues Projekt in Potsdam starten wollten, sobald sie zurückkam. Als sie noch auf der Straße war, kaufte ich mir Rollschuhe und schrieb an den lokalen Eiskunstlaufverein und machte dort meine ersten holperigen Tritt.

"lch habe noch nie zuvor einen Beruf ausgeübt", sagt Hooks. Bei der Gestaltung, zum Beispiel der Vereinsarbeit, benötigt sie "locker wieder so viel Zeit". Beispielsweise leitet sie für verschiedene Gruppendiskussionen und Vorträge. "Sie fasst zusammen: Ich bin zuversichtlicher geworden." Diesen Gedanken "Ich bin ein kleiner Junge und möchte zu meinem Loche_SSLq zurückkehren " Im zweiten Tagesspiel steht Helena Kirten mit Gehstützen und einem Schienbein an der Seite von Hooks.

Das Roller Derby in Münster wurde ihr während des Hochschulsports bekannt. Es dauerte noch ein paar Jahre, bis sie es wagte, zum Trainieren zu gehen, weil sie nicht Rollschuh laufen konnte. Nun ist der Beruf eine "Vollzeit-Sache" für sie. Außerdem, dass fast alles nur von Frauen gemacht wird - und dass man über sich hinauswächst.

Denn sie war gespannt auf den sportlichen Aspekt ihrer Tocher. Sie setzt sich auf eine hölzerne Bank neben zwei weitere Spieler. "Silvia Grünthal stellt ein Dreibeinstativ für ihre Fotokamera auf, damit sie ihre Töchter aufnimmt. "Sobald der Spaß dich ergriffen hat, bleibst du oft mit Eifer dabei.

Bei Hooks ist Rollen-Derby schon lange mehr als ein Freizeitbeschäftigung. "Dass es auf dem Platz schwer ist, führt nicht zu Verspannungen zwischen den beiden Spielern, im Gegenteil: "Die grösste Liebe ist ein grosser Hit", sagt Hooks und grinst: "Ihre beiden Vereine haben an diesem Tag die Sieger. Im Anschluss an das Match treten die Anhänger ihrer Mannschaft zusammen und jubeln, während die Spieler vorbeirollen.

Zu den Traditionen des Teams in Berlin zählt es, den Derby Day mit einem Whisky unter der Brause zu zelebrieren.

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