Rollschuhe mit großen Rädern

Rollerskates mit großen Rädern

Der Grund dafür ist, dass mit großen Walzen höhere Geschwindigkeiten möglich sind. Die Rollschuhe, die zusätzlich zu einer Bremse zusätzliche Räder einbauen, verleihen diesem Sport große Glaubwürdigkeit und Präsenz in der Öffentlichkeit. Natürlich haben wir eine große Auswahl für Sie. Radsport - egal welcher Art - erfreut sich großer Beliebtheit.

Rollschuhe seit 150 Jahren

Selbst Repräsentanten der britischen Königsfamilie waren dabei, als der Instrumentenmacher Josef Mérlín aus dem niederländischen Städtchen Hongkong zum großen Ball für seinen großen Auftritt im " Carlisle-Klub " im Bezirk Soho in London aufbrach. Auf zwei Kurzbrettern, unter denen Räder angebracht waren, stellte Marlin die Premieren der Rollschuhe im Showbusiness dar. Eines steht fest: Der Rollerskate, den er selbst gebaut hatte, war noch lange nicht reif, als der Maskenball 1760 inszeniert wurde.

Fett fehlt völlig, Wälzlager wurden damals noch nicht einmal berücksichtigt. So kann es sein, dass ein oder mehrere Reifen den sich bewegenden Grund unter seinen Füssen blockiert und weggezogen haben. Merlins Model war den aktuellen Inliner in nur einer Zeile in Folge mehr ähnlich als alle Maschinen der Folgegeneration.

Nicht vor dem sechsten Jänner 1863 patentierte der amerikanische James Leonard Plimpton sein Vorbild, in dem diese Kindheitskrankheiten besiegt wurden. Jetzt war der Stopfen im Lieferumfang enthalten und der Rollerskate konnte durch Kippen zur Seite gelenkt werden. Von " Schuhmodell " war lange Zeit nicht wirklich die Rede, sondern von einer unter den Schuhen geschnallten Scheibe, mit Plimptons Vierradmodell auf zwei Achseln.

Mit den Kugellagern musste er etwas länger ausharren, aber seine Hartgummi-Lager waren nicht nur ruhiger, sie hatten auch eine dämpfende, federnde Wirkung. Nicht nur der technologische Durchbruch, den er mit seiner Weiterentwicklung gefeiert hat - die er gleich einen attraktiven Titel gab: "Rocking Skates".

Daß die " Rocking Skates " anfangs - solange er noch das Erfindungsmonopol hatte - noch kostspielig waren, schmälert den Durchbruch nicht. Rollschuhbahn, Rollodrom neben den Kaufhäusern und Bahnstationen sprießen überall aus dem Untergrund. Er selbst war der erste, der auch in diesem Geschäftsfeld tätig war, als er in New Jersey einen Rollschuh-Palast eröffnete, kurz darauf stand er in allen Großstädten, 70 allein in London, 40 in Paris, 1876 rollte der erste Schlittschuhläufer in die Berliner Stadthalle, bald gab es auch in der noch recht kleinen kaiserlichen Hauptstadt ein Dutzend.

Das Rollschuhlaufen war nun ein sportliches Gerät für alle, und die Hohen priester gründeten ihre eigenen Roller-Clubs für Adlige, Diplomatinnen und Diplomatinnen und Gleichgesinnte. Fürst Wilhelm von Braunschweig, der Erb-Großherzog von Mecklenburg-Vorpommern, kam sie alle nach Berlin, um vier Partien zu spielen. Rollschuhparties waren Teil der Aufführung. Betriebe mit stabilen Kellnern mit ihren mit Biergläsern gefüllten Schalen auf Rollerskates, sportlich und eng gekleidet, lockten die Besseren an.

Der " Erste Corso-Biersaal " an der Fischer-Brücke im Zentrum der Stadt wurde für seine Kellnerinnen mit Rollschuhen berühm. In diesem Skater-Rausch war schon etwas vergessen, dass die Rollschuhe nicht aus dem Nichts geschaffen wurden, dass Merlin, Plimpton und die anderen Pioniere von einem anderen, jahrtausendealten Sport inspiriert wurden. Nur geringfügig unterscheiden sich die Uhrwerke von denen, die viele Jahrhunderte lang über zugefrorene Gewässer liefen - ein Transportmittel, das lange Zeit keine so ausgefeilte Technologie wie Rollschuhe erforderte.

Eislaufschuhe aus tierischen Knochen, die archäologisch aus Europas Gewässern gefischt werden konnten, sollen bis zu 4.000 Jahre jung sein, und die französischen Menschen sollen Anfang des vergangenen Jahrhundert zwanzigtausend Jahre alten Knochenklingen aufgedeckt haben. Man kann sich die vielen lustigen Skater der jüngsten Vergangenheit, Menschen, Frauen u. a. auf Winterteichen, Gewässern und Grachten, die in vielen Gemälden der holländischen Renaissance und des Barock aus den Zeiten der "Kleinen Eiszeit", z.B. aus den Breugheln, wiedergegeben werden.

Wintersportbegeisterte hatten seit Anfang des fünfzehnten Jahrhundert eine gute Laune, die ihnen die Hände hielt: die Holländerin Lidwina von Schiedam. Es war kein Wunder, dass der unglückliche Belgische Merlin die Rollschuhe für eine Show nutzen wollte. Vor allem im Bereich des Theaters wird seit langem versucht, auf gefrorenen Teichen auf Holzbrettern Schauplätze mit Eislaufschuhen zu imitieren und mögliche Abstürze auf einer offenen Plattform in Kauf zu nehmen.

Der Rollschuh, der hier und da für solche Wirkungen verwendet wurde, hieß "patin à terre", was soviel bedeutet wie "Earth Skate". Giacomo Meyerbeers Opernstück "Der Prophet" wurde durch seine 16-minütige Ballettaufführung auf Rollenschuhen berühmt - heute beinahe vergessen, damals einer der wichtigsten Opern-Autor.

Seine Arbeit, die die Bühne für die Auseinandersetzungen mit den Täufern um das Wintermünster bildet, findet im sechzehnten Jh., in der Mitte der großen Eislaufperiode, statt. Die von Plimpton vor 150 Jahren ausgelöste Rollschuhwanderung dauerte bis weit ins zwanzigste Jahrtausend. 1910 gab es in Berlin noch mehr Rollschuhläufer als Radfahrer.

Von da an wurden Rollschuhe vor allem als Spielzeug für Kinder oder als reine Sportgeräte eingesetzt. Ende des 19. Jh. kehrten auch die Rollschuhe zu ihren Anfängen zurück: Die "Inliner" nahmen das frühere Merlin-Prinzip der Laufräder in Folge auf.

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