Skateboard Film

Rollbrett-Film

In diesem Zitat kann man den Inhalt des Films gut zusammenfassen. Es kann nicht jeder Go Skateboarding Day mit dem genießen, was er liebt: Skateboarding. " NITINJUGI" - EIN SKATEBOARD-FILM. Das Skateboarden ist eine ganz besondere Leidenschaft, die verschiedene Menschen zusammenbringt. In diesem Sommer erscheint der Skateboardfilm We Are Blood.

Faszinierende Coming-of-Age-Geschichte über die Skaterlegenden Tony Alva, Stacy Peralta und Jay Adams, die in den siebziger Jahren das Skateboarding in Südkalifornien erdacht haben.

Faszinierende Coming-of-Age-Geschichte über die Skaterlegenden Tony Alva, Stacy Peralta und Jay Adams, die in den siebziger Jahren das Skateboarding in Südkalifornien erdacht haben. Lebhaftes Coming-of-Age-Sportdrama über Rollschuhläufer. Die drei Schulfreunde beschließen, ihren Traum zu verwirklichen und wie ihre Vorbilder Profis zu werden. Thrashin' Die Ursprünge des Skateboards, belegt durch einzigartiges Filmmaterial des sagenumwobenen Zephyr-Skateboard-Teams aus den 70ern.

Skater-Film "This Ain't California": Alles echt DDR oder gefälscht?

Eine gefährliche Erinnerung an einen solchen Vertriebsfilm ist die Skaterdokumentation "This Ain't California". Die Regisseurin Marten Persiel hat Werbespots, Musikvideos, kurze Dokumentationen und so genannte Mockumentarfilme gemacht. Bei seinem Kino-Debüt "This Ain't California" über die DDR-Skateboard-Szene besetzte er den Ratinger Schauspieler Ken Hillebrand als Star-Schauspieler und drehte mit ihm im Sommer 2011 in Berlin.

Einen Teil des Filmes, der ebenfalls durch Crowdfundings finanziert wird, stammen aus Skateboard-Shops und Zeitschriften. Titus Dittmann, der Stammvater der bundesdeutschen Skaterszene und Inhaber einer Kette von Läden für Skaterbedarf, kommt oft zu Wort. Im Film. Bei der Berlinale 2012 wurde "This Ain't California" als Dokumentarfilm nominiert und mit dem Dialogue-en-Perspective Award ausgezeichnet - "für seine Bildkraft und seinen stilsicherem Schnitt", wie die Jury erklärte.

Beim Münchener Dokumentarfilmfestival und bei den Filmfestspielen in Cannes wurde er als bester Dokumentarfilmer geehrt; die Wiesbadener Film- und Medienkritik stufte ihn als Dokumentarfilmer ein und verlieh ihm den Titel "besonders wertvoll". Im Anschluss an die Filmpremiere auf der Berlinale stellte sich die Frage, wie echt die Story der Hauptperson, des jungen Skate-Rebellen Denis "Panik" Park, war.

Auf dem Alexanderplatz konnten sich Zeugen an ein paar Schlittschuhläufer errinern. Doch wie konnte es zu diesem allzu fachmännisch beratenen Tracking-Shot aus einem Begleitwagen kommen, gleich neben einem Schlittschuhläufer, der unendlich durch das nicht gerade sichtbare Plattbauviertel gezogen werden kann? Außerdem dann noch Fotos aus der Skaterwerkstatt im Hinterhof, die aussahen wie damals, als wir noch junge Fotos von einer Bausparwerbung waren?

Bei den Fotografien am Alexanderplatz wird deutlich: Diese Fotos wurden nicht zu DDR-Zeiten aufgenommen. Denn die Läufer werden gekonnt von der Unterseite gedreht und so sind nur Gebäuderänder und Dachflächen zu erkennen. In der israelischen Reportage "Waltz With Bashir" (2008) wurde der souveräne Einsatz dieses Stilmittels eindrucksvoll demonstriert, indem sowohl die Konversationen mit den Zeugen als auch deren Erfahrungen in expressive Zeichentrickfilme übersetzt wurden und so deutlich wurde, dass am Ende ein fiktiver Augenblick in allem steckt.

Ähnliches gilt auch für "This Ain't California": Die ersten Erfahrungen des Bekanntenkreises um den Ort mit den so genannten Skateboards werden in schwarz-weiß animierten Sequenzen erzählt. Von der ersten Rolle auf dem Alexanderplatz bis zum Skatertreffen in Prag gibt es immer eine Super-8-Kamera und immer genügend Filmmaterial.

Wieso gibt es keine laufenden Aufzeichnungen von Denis? Denn dem Film zufolge verschwand er erst nach der Wiedervereinigung, trat dann in die Armee ein und starb 2011 in Afghanistan. Dieses Ain' t California" ist wegen der engen Hecke so schwierig, dass alles so geschah. Wýhrend Mockumentarfilme wie der von Banksy mit dem Oscar nominierte Film "Exit Through the Gift Shop" die Glaubwýrdigkeit ihrer Erzýhlung mit einem Augenzwinkern in Frage stellen und damit ihr Zielpublikum auffordern, ihre eigenen Erwartungshaltungen zu widerspiegeln, bestehen die beiden auf der Wahrheitsgetreue ihrer Erlebnisse.

Dokumentarfilme müssen sich nicht an diesem Film orientieren, schliesst er mit einem auch in der SED populären Ausspruch des Kommunisten Sergej Eisenstein von 1925: "Für mich spielt es keine Rolle, was ein Film bedeutet, ob es ein Schauspieler-Film mit inszeniertem Bild oder ein dokumentarischem....".

"Es wäre gut für den Film gewesen, wenn seine Schöpfer nicht nur extrem freizügig und nicht verbindlich mit der richtigen Identifizierung ihres Stoffes gewesen wären, sondern auch ihren Zugang nicht so ernst nehmen würden. Abgesehen von der Frage, wie groß die Skaterszene in der DDR wirklich war und welche Bilder davon existieren, ist es beinahe ebenso aufregend zu erforschen, warum uns gerade diese Szenerie begeistert.

Weshalb ist die Idee so attraktiv, dass es in der DDR junge Leute gab, die die Behörden mit ihren Rollbrettern herausforderten? Unglücklicherweise hat "This Ain't California" keinen Platz für diese Frage. Der Film will Sie nicht mit neuen Showwerten aus eklatanten Skate-Stunts und verrückter 80er-Jahre-Frisur und lärmendem Sound ausruhen lassen.

Das, was uns Marder Persiel und sein Ensemble anbieten, ist keine nostalgische, sondern eine nostalgische, farbige Variante jugendlicher Teilkulturen. Mit " This Ain't California " wird der Glauben an das umstürzlerische Potenzial des Pop wiederbelebt. Schlittschuhläufer sind hier nicht die Hedonisten, die seit einigen Jahren wieder durch die deutsche Innenstadt fahren.

Schlittschuhläufer sind hier wieder die Gesetzlosen, die sich nach dem "Endless Summer" gesehnt haben, sie sind wieder die sagenumwobenen Z-Boys, die in den 70er Jahren in Californien das Schlittschuhlaufen neu geregelt haben. Diese Verfremdung von Jugend-Subkulturen und insbesondere der Skaterszene kommt vor allem den am Film Interessierten zugute - nicht unmittelbar wirtschaftlich, sondern ideal.

Das macht "This Ain't California" zu einem Vertriebsfilm.

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