Skateboard

Skateboards: Komplettset oder doch selbst zusammengestelltes Board?

Für Anfänger/-innen ist die Sache recht klar: Ein Komplettset reicht aus. Es muss nicht das billige Skateboard aus dem Supermarkt sein, aber ein selbst zusammengestelltes Board aus lauter einzelnen Komponenten ist eben auch nicht nötig. Wichtig sind das Deck aus Ahornholz, das belastbar sein muss (gängig sind die Angaben "bis 70 kg" und "bis 100 kg"), Griptape mit ordentlich Grip und passende Rollen. Letztere sind bei den Sets oft ein Problem: Hartes Plastik statt dem üblichen weichen Polyurethan machen wenig Spaß. Allerdings sind die besseren Skateboards mit weichen Rollen ein bisschen kostenintensiver.

Lieber ein kurzes Board als keinen Spaß

Wer gerade erst erste Erfahrungen auf dem Skateboard sammelt, der/die bringt es weder auf außerordentliche Geschwindigkeiten, noch beherrscht er/sie viele Tricks. Es geht lediglich darum, den Spaß am Board zu entdecken und ein bisschen Erfahrung zu sammeln. Da kann ein kurzes Board eine gute Lösung sein. Kinderskateboards sind vor allem für junge Sportler und Sportlerinnen noch besser geeignet, denn ein zu langes Board frustriert schnell. Es lässt sich schwerer handhaben und ist am Anfang nicht nötig. Sogenannte Miniskateboards sind noch kürzer als Kinderskateboards und lassen sich recht schnell fahren. Tricks kann man damit nicht lernen. Trotzdem: Für den Anfang reichen sie völlig aus, und später haben die meisten Skateboarder ohnehin den Wunsch, sich ihr Board aus Deck, Griptape, Trucks und Wheels selbst zusammenzubauen.

ABEC - wichtig oder nicht?

Am Anfang gar nicht. Mit ABEC wird die Größe der kleinen Kugeln im Kugellager der Rollen bezeichnet. Je höher der ABEC, desto besser, heißt es immer - ist aber eigentlich Unfug. Denn beim Skateboard spielen so viele Komponenten in den Fahrspaß hinein, dass sich ein höherer ABEC-Wert weniger auswirkt als die Körnigkeit des Straßenbelags. Wirklich wichtig ist der ABEC eigentlich nur in der Industrie. Dagegen sollte man beim Kauf von Skateboards durchaus auf die Rollen achten: Die Größe muss passen, vor allem in Verbindung mit den Trucks, und natürlich muss die Härte stimmen. Weiche Rollen bieten mehr Stabilität, auch bei höheren Geschwindigkeiten, nutzen sich aber schneller ab. Wenn es um die Feinfühligkeit des Boards in Kurvenlagen geht, lohnt ein Blick auf die Bushings. Das sind die kleinen Plastikteile, die die Trucks beweglich machen. Verschiedene Formen und Härten wirken sich auf das Fahrverhalten des Boards aus. Und letztendlich müssen natürlich auch die Trucks zum Deck passen, in der Höhe ebenso wie in der Breite.