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Die Statuten erklären, worum es hier geht.

Skateboarding: Zwischen urbanem Aufstand und neoliberaler Selbstgestaltung - Sebastian Schweer

  • Das Skateboarding ist differenziert und umstritten. Inwieweit sind die elastischen Skateboardfahrer in der heutigen Zeit wirklich widerstandsfähig? Sébastien Schweer beleuchtet die subversive Komponente des Skateboardens und bemängelt zugleich seine gedankenlose Übertreibung als urbanen Aufstand. Mit empirischen Beispielen und aktuellen Fragestellungen wie der möglichen Teilnahme an den Olympischen Spielen, dem Fördern von Großunternehmen und städtebaulichen Einbettungsversuchen schildert er sowohl die Selbstbaukultur als auch die räumliche Umsetzung der Skateboardkultur und den Ringen um den Öffentlichen Platz.

Skateboarding: Ethnografie einer städtischen Übung - Christian Peters

Die Beziehung zwischen Skateboarding und der City war schon immer ambivalent. Die Skateboardfahrer werden als architektonischer, sozialer und symbolischer Ort bezeichnet, sind aber auch immer wieder Repressionsversuchen unterworfen. Aber warum ist die Beziehung zwischen Skateboarding und der City so mühsam? Welchen Stellenwert hat der Stadtraum für die Ausübung des Skateboardens?

Ist Skateboarding auch für die City relevant? Wo lernen Skateboardfahrer ihre komplizierten Manöver? Ist Skateboarding wirklich so stark politisiert, wie einige kritische Artikel in Zeitungen vermuten lassen? Basierend auf mehr als sechs Jahren Feldarbeit gibt die Untersuchung Einblick in die Entstehung des Skateboardens in Köln. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Sportgeographie, Weltraumforschung, sportliche Bewegungskultur und Stadtplanung.

Skateboarden

Skateboards werden kaum als reine Transportmittel verwendet. Skateboarding hat sich im Laufe der Jahrzehnte zu einer Disziplin mit einem reichhaltigen Tricksrepertoire wie zum Beispiel Sprüngen mit dem Rollbrett und oft in Kombination mit Brett- und Körperdrehungen und eigener Terminologie ausgebildet.

Skateboarden. Ethnografie einer städtischen Praktik - von Sebastian Schweer - sociologieblog

Mit dieser Veröffentlichung stellt der Geograf Christian Peters seine Dissertation über Ethnografie und die Ausübung des Skateboards in Köln vor. Die Fokussierung auf die Kölner Innenstadt sollte sich im Rahmen der sechsjährigen Arbeit (2007-2013) als Glücksbringer für Peters Studium erweisen, da hier die spannendsten und brisantesten Ereignisse der deutschen Skatergeschichte im Berichtszeitraum stattgefunden haben.

Der Skateboardfahrer wurde von der so genannten Dominante der deutschen Skateboard-Kultur abgelöst, gründete einen Club und kämpfte für eine qualitativ hochstehende und viel beachtete Variante am Rhein, mit der sein Claim auf den Öffentlichen Platz der Dominante verschwand. Auf diese Weise kann sich Peters anhand einer außergewöhnlich lehrreichen Fallstudie den Leitfragen der Untersuchungen widmen:

Was ist das Spannungsverhältnis zwischen "Stadt" und Skateboardfahrer? Welches Zimmer ist aus welchen GrÃ?nden fÃ?r Skateboardfahrer von Interesse? Ist Skateboarden ein politisches und kritisches Thema? Inwiefern ist die Skateboard-Gemeinschaft ohne formelle Beitrittskriterien, wie sie in Verbänden vorkommen, aufgebaut? Peters präsentiert auf 330 S. ein facettenreiches Abbild der Skateboard-Szene und ihrer Entwicklung, das er mit Graphiken und Farbfotografien illustriert.

Sein Sprachgebrauch changiert zwischen aufwendiger wissenschaftlicher Charakteristik und umgangssprachlicher Ausdrucksweise ("die Schlittschuhläufer [....] gehen mit ihren Freundinnen und Freundinnen aus" (101)) auch jenseits des Geländetagebuchs. Peters verwendet oft skateboardspezifische Vokabeln, die im Lexikon nachgelesen werden können/müssen. Die Einführung in die Arbeit ist ein profan geschriebener Überblick über den Tag, an dem Skateboarding auf der Domain gestattet wurde (22. bis 7. Juni 2011) und Skateboardfahrer aus ganz Deutschland von "ihrem" ikonografischen Platz abkamen.

In einem ersten Abschnitt wird die Struktur und das Ziel der Arbeiten erklärt, was nicht weniger ist als "ein umfassendes Verstehen des sozio-kulturellen Erscheinens des Skateboardens zu erreichen" (18). Auf 15 Seite wird in Abschnitt 2 der"[m]ethodische Ansatz" erklärt, den Peters als praktischen theoretischen Ansatz verwendet, bei dem alle in der Anwendung befindlichen "Artefakte" (ebd.) zu berücksichtigen sind.

Kern der Untersuchung ist die Ethnografie der Skateboardpraxis in Köln, Chapter 3. Peters zeigt auf rund 250 Blättern seine Ethnografie, die durch fünf Qualitätsinterviews abgerundet wird, aus denen er detailliert recherchiert, sowie die Feldaufenthalte auf der Domain und anderen Begegnungsstätten der Skateboardfahrer. Peters brennt aus seinen Betrachtungen erhellende Typen von Skateboardverfahren und wird zum Skateboardfahrer, dessen Verallgemeinerbarkeit von Peters jedoch nicht in Frage gestellt wird.

Im vierten Teil wird eine etwas überraschende historische Zusammenfassung der Skateboard-Kultur vorgestellt und das fünfte Teil fasst die Resultate zusammen. Das Werk endet mit einem Blick, in dem Skateboarding als Indiz und Seismograf für eine (kommende) "Open-Source-Stadt" (305) geschätzt wird. Es ist gerade wegen der fehlenden formalen Beitrittskriterien, wie sie in Vereinen und Verbänden zu finden sind, von Interesse, wie sich sowohl die "Skateboarder" als auch die Skateboardergemeinde ausmachen.

Das wird in Kap. 3.5 "Praktiken des Skateboardens" (171) erklärt. Nach Peters Worten ergibt sich die Vergemeinschaftlichung zum einen in der Durchführung des gewöhnlichen Eislaufens, das er auch als "Mittäterschaft" verstehen möchte (222): Peters benennt neben der Gemeinschaftspraxis des Skateboardens nach Perry Anderson die imaginäre Community der "Global Skater Community" (223), die aus der allgemeinen Freude am Skateboarden ein Zusammengehörigkeitsgefühl schafft, das auch zu Solidaritätsaktionen befähigt, etwa wenn sie von der Kathedralplatte verdrängt wird.

Praxen der medialen Selbstdarstellung und Stilgestaltung, z.B. durch Mikro-Gesten, (192) werden mit Wissen untersucht, wodurch die Darstellung des Profi-Skateboards (ab 205) wenig überraschend ist: Peters demonstriert eindrucksvoll die große Wichtigkeit der Mediennutzung von Skateboardern, die sowohl für ihre eigene Selbstpositionierung (Vergleichbarkeit) als auch für ihren Sinn für Möglichkeiten sind. Es wird auch die natürliche Herstellung von Video- und Fotografien und deren Sinn in der Community der Skateboardfahrer repräsentiert, wodurch hier die Mediennutzung von Profi- und Freizeit-Skateboardern teilweise gemischt wird.

Ein befragter Skateboardfahrer redet deutlich von Berufsskateboardern ("then it's even more on the cover" (238)), wodurch das Gespräch in einen Zusammenhang gestellt wird, in dem Peters über seine Beobachtung von laienhaften Skateboardfahrern in Köln berichtet. Das Fazit "[i]n quality and number of Videos on'youtube' ist daher täuschend, wenn man den Stand eines Skater in der Skating-Community liest" (239), da dies für Profis mehr gilt.

Die Fokussierung auf die Skateboard-Szene in Köln rechtfertigt sowohl die Arbeitsqualität als auch deren Schwäche: Die Entwicklung in der Rheinmetropole wird aufschlussreich und detailliert nachvollzogen und Ergebnisse erarbeitet, die auch in anderen Bereichen, wie etwa der Bildung, Beachtung finden werden. Interessanterweise lehnt Peters vor dem hintergründigen Hintergrund der Diskussionen über Skateboarding als mögliche Schulsportart den Vermittlungsversuch des Skateboardens durch (konventionelle) sportpädagogische Massnahmen ab.

Der Blickwinkel ist immer dann zu eng, wenn das in Köln erworbene Wissen natürlich generalisiert ist oder wenn die gewonnenen Erfahrungen keine wichtigen Elemente der Skateboard-Kultur, wie zum Beispiel Skateboarder, offenbaren. Ausgehend von seinen Erfahrungen aus Köln erarbeitet Peters eine Typologie, die die Stufen zum Skateboarder darstellt (diachron: "1. Next Gen. 2. First Stepper 3. Established Scater 4. 216 und führt sie in einer Cross-Matrix (220) mit den Synchron-Orientierungsstangen "Performance, Life Style und Community" (220) zusammen.

Eine Verallgemeinerung der "idealtypischen Laufbahn eines Skaters" (216), die Peters durch seine Beobachtung am Rocalliplatz entwickelte und die zum Teil nur auf einem oder zwei Vorbildern aus Köln basiert, ist angesichts der weltweiten Ausdehnung der Heterogenität der Skateboardkultur eilig. Dabei sollte reflektiert werden, dass sich in anderen Zusammenhängen andere Arten und Ebenen des Werdens und Seins als Skateboarder entwickeln können.

Peters hat keine Skateboardfahrer auf der Kathedralplatte gesehen, sie spielt in dieser Untersuchung einfach keine große Rolle. 2. Abgesehen von sporadischen Angaben zu Lebensalter, Schulausbildung und ggf. Staatsangehörigkeit der Skater werden die Rubriken Klasse, Rasse und Geschlecht ignoriert. Die Fokussierung auf die Skateboard-Szene in Köln erlaubt zwar Einblicke in das jeweilige Thema, aber die Verallgemeinerbarkeit der Resultate hätte etwas zurückhaltender sein müssen.

Das ist nur als Mangel vor dem Hintergund des Anspruches zu begreifen, "ein umfassendes Bild vom sozio-kulturellen Phänomen des Skateboardens zu erhalten" (18). Am umstrittensten ist der Teil der Arbeiten, der sich mit der Fragestellung nach den entscheidenden und aktuellen Potentialen der Skateboardpraxis beschäftigt. Dies ist nach Ansicht Peters nur dann kritisch, wenn es bewußt überdacht und bewußt angewendet wird (143).

Er weist die Beschreibung des Skateboardens als kritisch wie die des Betrachters zurück. Peters versucht sich hier von amerikanischen Herangehensweisen zu unterscheiden, insbesondere von solchen mit einem "neomarxistischen Hintergrund" (25), die seiner Meinung nach ideologisch geprägt sind. Und wenn er weiter sagt, dass ein Skateboarder nicht unbedingt'kapitalismuskritischer Rebell' (264) oder'destruktiver Punk' (ebd.) bedeutet, aber ohne zu sagen, wer mit welchen Begründungen eine solche Haltung einnimmt, bildet er hier einen Strohhalm-Mann.

Dieser Vorwurf könnte sich in der Leistung von Skateboardern äußern, wenn zum Beispiel eine für die soziale Bildung so fundamentale Klasse wie Privatbesitz vernachlässigt und vorübergehend eingenommen wird. Das Skateboarden ist nie per se, sondern nur in einem realen Kampf, d.h. wenn es einer massiven Repression unterliegt und für buchstäblich freien Raum kämpfen muss.

Skateboarder sind also immer "passive Politisierung" (267). Andernfalls folgt die Ausübung des Skateboardens einfach einer eigenen Skate-Logik (284), hat "keine ursprüngliche Politikdimension " (ebd.) und würde sich in dieser Beziehung nicht von einem Schießverein abheben. Tritt Politikalisierung wirklich nur in Auseinandersetzungen auf, weil die "Skate-Logik" im rechten Winkel zur Hegemoniallogik der Ausbeutung steht, hätte insbesondere Skateboarding als konfliktgeladene Stadtpraxis ein größeres politisches Potential als der von Peters leicht Polemik geführte Shooting-Club.

Dies sei eindeutig und eindeutig in die vorhandene Ordnung integriert, während die Ausübung des Skateboardens, so Peters selbst, immer "Konflikte und Argumente mit den anderen Benutzern dieser Öffentlichen Räume" produziere (266). Fazit: Peters' Untersuchung bietet eine informative und liebevolle Ethnografie des Skateboardens in Köln, die aussagekräftige Ergebnisse für die Bereiche Erziehungswissenschaft, Sport und Soziologie bietet und die Skateboardstudien" um eine umfassende Empirie anreichert.

Zugleich versperrt der ausschließliche Einblick in die kölsche Skateboard-Kultur manchmal den Zugang zu interessanten Phänomenen wie zum Beispiel Skateboardern. Zudem können die hier entstandenen Typen angesichts der unzeitgemäßen und uneinheitlichen weltweiten Entwicklungen der Skateboard-Kultur nicht vollständig verallgemeinert werden. Petrus' Auffassung von Strategie und kritischer Haltung als absichtliches und bewusstes Handeln missversteht die entscheidenden Potentiale, die im Beharren auf der Selbstlogik und damit in der Durchführung der konfliktreichen Skatepraxis liegen.

Fachliteratur: Peters, Christian (2016): Skateboarding. Ethnografie einer städtischen Praktik. Über den Autor: Sebastian Schweer (Master of Sociology, Master of Literature) hat die Monografie "Skateboarding" veröffentlicht.

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