Vetements Store Paris

Pariser Vetements Geschäft

während einer Veranstaltung, unter anderem im "The Store" in Berlin. Die Rihanna liebt es, Kanye West ist ein Fan, die gesamte Streetstyle-Szene trägt es auf und ab - Vetements. Die gesamte Kollektion ist in der Galerie Lafayette in Paris zu sehen. Ich habe einen in einem Vintage-Laden in meiner alten Nachbarschaft in Paris gefunden. Die VETEMENTS produziert Accessoires, Womenswear und Menswear.

Umzug von Vetements nach Zürich

Die Demna Gvasalia verläßt Paris mit Vetements und siedelt nach Zürich über. Vetements war von Beginn an eine außergewöhnliche Geschichte: Demna Gvasalia stellte im August 2014 zum ersten Mal mit Vetements auf der Pariser Fashion Week aus, nur ein Jahr später waren einige seiner Arbeiten in großen Luxus-Onlineshops (Jeans und Hoodies) vergriffen, ohne ein großes Werbe- oder Marketingkonzept dahinter, Sterne begannen Vetements zu mögen und zu benutzen (Kim Kardashian und Rihanna),

die Marke hat von Beginn an schwarz gearbeitet (ohne jegliche Einbeziehung von Investoren), statt Modelle, die von Freunden der Gebrüder auf den Laufstegen gefahren werden, bezeichnen viele die typischen Vetements-Ästhetiken als "anti". Kurz: Von dem großen und erfolgreichen Auftritt des Labels ist nichts zu befürchten, weder "normal" noch nach den Naturprozessen der Mode.

Seit jeher hat das Unternehmen seinen Hauptsitz in Paris und Düsseldorf - die Gvasalia-Brüder Demna in Deutschland. Der jüngste Entscheid der Gebrüder Gvasalia steht ganz in der Tradition von Vetements: Sie wechseln mit ihrem Etikett von Paris nach Zürich. Sicherlich hatten viele Angehörige der Modeindustrie zunächst das Empfinden, sie hätten es missverstanden - aber die Wahl macht durchaus Sinn: In einem Interview mit dem Tagesanzeiger gab Guram Gvasalia verschiedene Anlässe.

Unter anderem sagte er, "Paris bringt die Phantasie um", "die französischen Behörden lähmen das Geschäft", "Steuern sind auch ein Beweggrund ", "er liebt die Jungfräulichkeit der Schweiz" und "will sich selbst beruhigen". Natürlich ist das alles keine Erklärung dafür, warum die beiden Brüder Gvasalia gerade Zürich gewählt haben.

Schließlich wohnen viele Vetements in Berlin, die persönlichen Bekannten der Herrensauna und die Subkultur der Partyszene (um Vereine wie die Burghain, wo Demna Gvasalia oft am Wochende zu sehen ist, oder Partyserien wie die "Herrensauna"). Wer es aber so betrachtet, hat das Prinzip von Vetements nicht ganz verstanden:

Immer einen Schritt voraus sind die beiden - und Berlin hat sich längst als "cool" erwiesen; mit fortschreitender Aufwertung gehen Unterkulturen allmählich zurück und machen es ihnen immer schwerer, ihrer Arbeit oder ihren Parteien zu nachgehen. Genau das genaue Gegenstück, still, nicht überfüllt, kommen Erscheinungen wie die Aufwertung dort nur schleppend voran - erstens, weil die Metropole sowieso eine der kostspieligsten der Erde ist, und zweitens, weil sie vergleichsweise gering ist und kaum expandiert.

Natürlich ist Zürich auch ein Konterprogramm zu Paris, wo das Designstudio Vetements seinen Sitz hat: Paris ist eine überfüllte Modemetropole, Zürich vielmehr eine kaum oder gar nicht im Weltkosmos der Welt der Mode erscheinende Metropole. Die Schweiz hat darüber hinaus auch ein Designerbe, das in ästhetischer Hinsicht nicht weit weg ist: In der Limmatstadt befinden sich viele bekannte Designstudios und einige Vertreter des Kollektivs vetements sind aus der Schweiz, wie zum Beispiel der Zeichner Gian Gisiger, der bei der vergangenen vetements und balenciaga Menswear Show mitwirkte.

Bislang steht fest: Wo Vetements hingehen, kommen andere hinzu - der schönste Beleg dafür ist die Verlagerung von Luxuslabels auf die Straße (besonders deutlich wurde dies auf der Mailänder Fashion Week, auf die sogar so traditionsreiche Modeunternehmen wie Etro und Tod's gesetzt haben). Selbst wenn Vetements an der Haute Couture Week in Paris weiter präsent sein wird - es ist durchaus möglich, dass Zürich mit dem Standortwechsel des Label eine neue Moderenaissance erleben könnte.

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